Remaco-Insight: Den Spreu vom Weizen trennen
Von Pascal Böni
Verlagsbeilage zum Finanz und Wirtschaft Forum
Private Credit ist das neue Kraftwerk der Private-Equity-Industrie.
Blackstone, KKR, Carlyle – sie alle verwalten heute mehr Vermögen im Kreditbereich als in ihren klassischen Buyout-Fonds. Das Verhältnis spricht Bände: Bei Blackstone liegt das Private-Credit-zu-PE-Verhältnis bei 3,1×, bei Oaktree sogar bei 5,7×.
Doch die durchschnittlichen Private Credit – Renditen nehmen ab: Der 4-Quartals-Durchschnitt amerikanischer Private-Credit-Fonds ist auf ~7,1% gesunken – liegt somit auf dem Niveau von High-Yield-Bonds. Der Spread zu US-Treasuries beträgt noch 3,5%. Berücksichtigt man die Illiquidität, hat die Attraktivität von Private Credit abgenommen.
Neue Forschung (Aldasoro et al., Review of Finance 2025) widerlegt zudem das Narrativ der stabilen Kreditversorgung: In Stressphasen reduzieren Private-Credit-Fonds ihre Kreditvergabe um bis zu 50% mehr als Banken.
Mein Fazit: Der Markt ist zunehmend kapitalgesättigt. Durchschnittsrenditen sinken. Aber: Es gibt sie noch – die performanten Fonds mit echtem Mehrwert für Investoren und Kreditnehmer. Die Kunst liegt in der Selektion.
Wie selektioniert ihr Private Credit Funds?
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